kompilieren geht über studieren

aber jetzt versuch ich's mal mit praktizieren

Mittwoch, November 30, 2005

i bought a one way ticket to heaven - and back!

nach einer guten mütze voll schlaf (um meine entzückenden locken vorm zerquetschen zu schützen) und einem ganzen tag abstand kommt hier also mein bericht über den kurztrip nach berlin und das konzert von antony and the johnsons am montag abend in der volksbühne.

los ging's am montag mittag um punkt 12 uhr am zob in hamburg. der henning jan und ich fuhren mit aru in die hauptstadt. hier noch ein eindruck aus hh.


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rodi, mein zweitliebster bäcker (wegen des namens, der mich immer an einen ziemlich bescheidenen professor erinnert und vor allem auch wegen der geilen party-location, die sie über ihrer backstube anbieten). die fahrt durch brandenburg ist ja meistens eher unspektakulär. das einzige was sich ändert ist vielleicht mal noch das wetter. hier scheint gerade mal die sonne.


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zwischendurch hat es auch noch geschneit und geschneeregnet (ja, ich weiß. das ist eigentlich kein wort). in berlin angekommen haben uns knut und sebastian mit diego abgeholt. (diego ist der name von knuts altem opel corsa, den er mir über eine spirituelle verbindung mit geteilt hat). dann ging es gleich zu den beiden nach hause, wo wir im wohnzimmer geschlafen haben.


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vor dem konzert abends waren wir noch kurz im november, wo mein kleiner bruder arbeitet und er noch eine dienstbestprechung hatte. wir haben endlich unsere eintrittskarten bekommen, die wir später allerdings wieder abgeben mussten. statt dessen hat jeder zuschauer ein hässliches pinkes armband bekommen.

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hier das plakat für das konzert vor der volksbühne, einem wunderbar geschmacklosen ddr-theater:


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während des konzertes habe ich ausnahmsweise mal keine bilder gemacht. erstens war es verboten und zweitens fand ich es unangebracht.
support war currytuck county, ein furchtbar unangenehmer langhaariger nerd mit gitarre, der langweilige songs spielte. zum glück waren es nur 5 songs - beim letzten hat dann auch noch antony mit gesungen, was ihn enorm aufgewertet hat. das konzert von antony selbst war dann wirklich großartig. ich hatte ihn ja noch nie vorher gesehen, im gegensatz zu den anderen (jan-henning hatte ihn einmal und die anderen beiden ca 3 oder4 mal gesehen), und war total beeindruckt. während der songs habe ich beinahe den atem angehalten und war mehrmals kurz davor, einfach loszuheulen, weil es so schön war. antony ist eine ziemlich seltsame erscheinung. eine ziemlich dicke person, die sehr nervös zu sein scheint. ich persönlich finde auch, dass er durch die weichheit seines körpers und seines gesichts etwas geschlechtsloses hat. auch seine stimme ist weder eindeutig als männer- noch als frauenstimme erkennbar. sie hat aber eine überraschende kraft und einen unglaublichen charme. es war einfach ein sehr emotionales bewegendes konzert. hach, seufz.

am dienstag morgen kam dann noch anja zum frühstück, was mich sehr gefreut hat. danach wollten jan-h und ich ein bisschen auf der kastanienallee bummeln. leider konnte uns das angebot aber nicht so ganz überzeugen, so dass ich beschloss, lieber demnächst noch mal in der marktstraße und der schanze ein bisschen shoppen zu gehen.


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ist knuts mütze nicht entzückend?

gerade noch rechtzeitig sind wir dann kurz vor 16 uhr wieder am ostbahnhof gewesen und in den bus gestiegen, der uns zurück nach hamburg bringen sollte. wie die heimfahrt verlief habe ich ja schon gestern geschrieben...


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tschüssi berlin, bis bald!

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und damit zu den heutigen neuigkeiten. als erstes gleich mal wieder ein knaller: der erste song vom kommenden belle and sebastian album "the life pursuit", das am 7. februar erscheinen soll. auf der homepage ihrer neuen plattenfirma matadorrecords findet sich "another sunny day" ein twee-pop stück in bester b&s-tradition. das erhellt einem doch gleich diesen furchtbar deprimierenden spät-novembertag!
wem das noch nicht reicht, der kann sich auf think tank" noch einen weiteren song, "sukie in the graveyard", herunter laden.

matador entwickelt sich auch immer mehr zu meinem absoluten lieblings-label. mittlerweile sind dort schon fast 90% meiner lieblingsacts (interpol, die new pornographers und natürlich auch cat power). weiter so, hähähä.

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im sinne des gestrigen musiklinks geht es heute weiter mit schwedischer musik. zunächst mit der band hell on wheels. zugegeben ein ziemlich seltsamer name, der einen sofort schlimmen 90-er jahre metal oder ähnliches erwarten lässt. aber namen sind schall und rauch - zumindest in diesem fall. auf der seite ihrer italienischen (?) plattenfirma, die den netten namen "kirsten's postcard" trägt - ich glaube, das ist eine art netlabel - kann man sich die ep new chemicals von der band herunter laden. von den 4 songs darauf sind 2 cover versionen: "the logical song" (supertramp) und holiday "song" (pixies). solider guter pop. durchaus empfehlenswert!
(danke übrigens an swedes please, der mich auf die band gebracht hat)

und noch ein kleiner schweden-import: sara culler. die dame, die manchen möglicherweise durch ihre zusammenarbeit mit david fridlund/ david & the citizens schon bekannt ist, hat ihren eigenen blog. soweit ich das erkennen kann, führt sie den aber auch erst seit ein paar wochen. sehr sympatisch ist die junge dame, sie bietet auch zwei songs zum reinhören an: "lies of justice house" und "blackbird duet".
wem das gefällt, der sollte sich unbedingt mit ihr in verbindung setzen und die demos direkt von ihr kaufen. das ist doch mal wirklich entzückend, wo gibt es denn sowas noch? sehr schön!


(ich entschuldige mich hiermit auch noch einmal offiziell für die inflationäre verwendung von ekelhaften adjektiven wie "entzückend" in meinem heutigen post. weiß auch nicht, was mit mir los ist...)